Samstag, 2. Januar 2010

Projekt 2008: Pijilí

Projektbericht Pijili (8. Juli bis 8. August 2008)

„Ein Traum wird Wirklichkeit!“ - so wurden wir mit vielen Umarmungen und Früchten des Dorfes begrüßt, als wir in Pijili am 9. Juli 2008 ankamen. Herzlicher hätte der Empfang nicht sein können. Kinder trugen auf Plakaten all unsere Namen und zeigten ihr Können mit einstudierten Tänzen.

Vorher hatten wir schon die nötigen Werkzeuge und Baumaterialen in der Stadt eingekauft, damit wir sofort mit der Arbeit beginnen konnten.

Ein kleines Krankenhaus sollte nun aus dem ursprünglich geplanten Gesundheitszentrum werden. Ambulanzräume, Geburtenstation, Ambulatorien, drei Krankenzimmern (jeweils eines für Kinder, Frauen und Männer), Sanitätsräume und was es sonst noch alles braucht. Das Ausmaß des Gebäudes beträgt 13 mal 18 Meter und ist drei Stockwerke hoch. Im obersten Stock befinden sich eine Arztwohnung und die Waschräume mit einer Terrasse.

Das Gesundheitszentrum umfasst ein Einzugsgebiet von 15.000 Personen. Die höchst gelegenen Dörfer befinden sich auf einer Meereshöhe von 4000 metern. Pijili befindet sich auf 1200 Meter.

Bei unserer Ankunft waren die Grundaushebungen bereits im vollen Gange, ein Maurermeister bestellte mit einem Plan, der von uns in Zusammenarbeit mit Padre Teodoro (Pfarrer in dieser Region) nur noch leicht korrigiert wurde. Der Pfarrer trägt zusammen mit dem Pfarrgemeinderat die Verantwortung für dieses Projekt.

Es war für uns bewundernswert, wie zahlreich und motiviert die Einheimischen trotz der weiten Entfernungen, die sie zum Bau zurücklegen mussten kamen, um mitzuarbeiten. Teilweise waren bis zu 80 Personen an der Baustelle, nicht nur Männer, sondern auch viele Frauen und Jugendliche. Daran konnte man erkennen, wie wichtig allen dieser Bau war. Alles wurde händisch gemacht, sogar eine Mischmaschine wurde zugunsten eines guten Mittagsessen abgelehnt, obwohl wir sie bezahlt hätten.

Von Montag bis Samstag mittags ging es rund auf der Baustelle, in der Freizeit besuchten wir Familien und die anderen Projekte, die wir in früheren Jahren unterstützt haben.

So konnten wir u. a. ein sehr schönes Fest mitfeiern, eigens für uns vorbereitet in Pahuancay, wo wir voriges Jahr ein Bildungszentrum errichten konnten, das jetzt bereits besonders für die Erwachsenenbildung benützt wird und gleichzeitig das Dorfzentrum ist.

Ein besonderer Dank von Seiten der Bevölkerung von Pijili und Umgebung gilt all den Spenderinnen und Spendern, ohne die wir dieses Projekt nicht starten hätten können. 53.000.- Dollar konnten wir übergeben, davon wurden bereits 17.000.- während unserer Anwesenheit umgesetzt, der Rest ist für Baumaterialen hinterlegt. Es bestehen für uns keinerlei Zweifel, dass es nicht fertig wird. Wer möchte, kann mit uns auch den weiteren Verlauf des Projekts unter www.gratisweb.com/pijili verfolgen.

Wichtig ist noch zu erwähnen, dass die Führung des Krankenhauses das Gesundheitsministerium der Provinz übernehmen wird, so sind auch die Gehälter der Ärzte und Krankenschwestern gesichert.


Link zur Website der Zona Misionera, inklusive Fotos

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