Samstag, 2. Januar 2010

Projekt 2009: La Florida














Bau einer landwirtschaftlichen Schule für ökologische Landwirtschaft und Ökotourismus

Die folgende Projektbeschreibung wurde uns in einer ausführlicheren Fassung von Teodoro Delgado Palacios (Projektkoordinator in Ecuador) auf spanisch gesendet. Die Übersetzung erfolgte durch Vanessa Hafele.

Einleitung

Die Aktuelle Krise in der sich die Welt befindet, zwingt uns dazu, unser Modell der Entwicklung zu überprüfen. Die Versöhnung mit der Natur ist daher dringend notwendig. Um dieses Ziel zu erreichen ist es essentiell, ein neues ökologisches Bewusstsein in Bezug auf unser denken, handeln, fühlen und leben zu entwickeln. Nur so kann die Erde geschützt werden und uns weiterhin mit ihren Früchten beschenken.

Wir suchen aus der Perspektive des ländlichen Lebens eine Möglichkeit, eine humanitäre, ganzheitliche Weiterentwicklung in Gang zu setzen. Unser Fokus liegt dabei auf nachhaltiger ökologischer Landwirtschaft. Das bedeutet eine Lebensmittelproduktion ohne Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel (Fungizide, Herbizide, Insektizide), synthetischer Wachstumsförderer, synthetischer Düngemittel und Gentechnik, wie sie in der konventionellen Landwirtschaft zum Einsatz kommen.

Bildung basierend auf Theorien und Wissen aus der ökologischen Landwirtschaft spielen hierbei eine wesentliche Rolle und würden diese Entwicklung konstruktiv fördern und auch zu einer Erhöhung der Lebensqualität seitens der Bevölkerung beitragen.
Im folgenden Teil präsentieren wir das Projekt in La Florida, bei dem es darum geht, eine Schule mit dem Schwerpunkt Agrarkultur und Ökotourismus zu errichten.

La Florida

In der Zone, wo das Projekt entwickelt wird, leben die meisten Familien hauptsächlich vom Anbau von Bananen, Kakao und anderen tropischen Pflanzen. Die Pflanzen werden ökologisch angebaut und werden vor dem Export nach Europa oder der USA über die FLO (Fairtrade Labeling Organisation) kontrolliert.
Bis jetzt, nehmen 235 Familien am Projekt teil, wovon 144 aus La Florida, 26 aus Rio Balao, 40 aus La Adelina und 25 aus Union Azuaya kommen. Das entspricht 60% der Einwohner dieser Region. Im laufe unserer zukünftigen Arbeit werden wir versuchen, die restlichen 40% in das Projekt zu integrieren.

Im Juli 2008 bekamen die Betreffenden Familien Besuch von den Amigos de Austria (Gruppe 2008) , die sich die Situation vor Ort ansahen und in Kontakt mit der Bevölkerung traten. Bei diesem Besuch wurde das Projekt zum Bau einer Bildungseinrichtung vorgestellt. Das 2 Hektar große Grundstück, auf dem die Schule errichtet werden soll, wird von der ATAIB (Asociacion de Trabajadores Agricolares Independientes de Balao – Unabhängige Vereinigung landwirtschaftlicher Arbeiter aus Balao) zur Verfügung gestellt.

Probleme/Motive

  • In der Region ist es nur bis zur 7 Schulstufe möglich in die Schule zu gehen. Nach dieser Zeit, gibt es für die Jugendlichen nur zwei Möglichkeiten. Entweder das studieren aufgeben, oder lange reisen zurücklegen, um in den Städten zu studieren.
  • 70% der Kinder, die die siebte Schulstufe abgeschlossen haben, ist es nicht Möglich eine weitere Schule zu besuchen, da es nicht genügend Plätze in den vorhandenen Bildungseinrichtungen gibt.
  • Die Familien der Kinder leben von der Landwirtschaft und dem Export, doch in der Region gibt es für die Kinder keine Möglichkeit, sich auf diesem Gebiet weiterzubilden. Dadurch würde in Zukunft das weiterführen der Landwirtschaft verloren gehen.
  • Auf Grund der oben erwähnten Probleme ist es wichtig, die Initiative, die die Menschen im landwirtschaftlichen Bereich angefangen haben, zu unterstützen
Ziele
  • Der Aufbau einer Schule mit dem Schwerpunkt Landwirtschaft und Ökotourismus.
  • Den Jugendlichen Wissen aus der ökologischen Landwirtschaft zur Verfügung stellen.
  • Aufklärung über die Probleme der Umwelt.
  • Wissensvermittlung über den Prozess im Bereich Forschung und Umwelt.
  • Förderung einer Weiterentwicklung durch Vermittlung von praktischem und theoretischem Wissen
  • Einen respektvollen und bewussten Umgang mit der Natur schaffen und den Schutz dieser sicherstellen.
  • Einen Raum kreieren, um die Erfahrungen von Vorsicht und Verteidigung zu teilen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen