Die APPO (Asemblea Popular de los Pueblos de Oaxaca) ist ein Zusammenschluss von 350 Gruppierungen und Organisationen, die öffentlich gegen die korrupte Regierung von Gouverneur Ulises Ruiz Ortiz auftreten und seinen Rucktritt fordern. Oaxaca ist einer der ärmsten
Bundesstaaten Mexikos und wird zum größten Teil von Indigenen bewohnt. 2006 streikten und demonstrierten 60.000 LehrerInnen für bessere Bildungsmöglichkeiten und für bessere Löhne. Die Regierung reagierte mit einem heftigen Polizeieinsatz, der zu monatelangen Protesten und blutigen Auseinandersetzungen führte. Die Solidarität verstärkte sich jeden Tag mehr. Bis eine Million Menschen (Oaxaca hat drei Millionen Einwohner) große Teile der Stadt besetzten und durch Hilfe von Barrikaden verteidigten. Die Auseinandersetzungen endeten mit 26 Toten (unter ihnen ein US Indymedia Aktivist). Die APPO gab trotzdem nicht auf, und ist weiter aktiv. Sie arbeitet und solidarisiert sich mit der zapatistischen Bewegung von Chiapas.
Am 27. April 2010 griffen Paramilitärs der PRI (Partei der institutionellen Revolution) eine Friedenskarawane an und verursachten den Tot eines mexikanischen und eines finnischen Aktivisten.
Wir wollen uns mit der APPO solidarisieren und Geld sammeln um einen Beitrag für den Bau einer autonomen Bibliothek zu leisten. Erangelio Mendoza, der schon bei uns in Innsbruck einen Vortrag gehalten hat, wird das Projekt vor Ort betreuen. Erangelio ist Gründungsmitglied der
APPO und war 3 Jahre lang deren Generalsekretär. Er wurde im Zuge des Aufstandes gegen Ulises Ruiz am 11. August 2006 verhaftet und gefoltert und Ende Oktober 2006 auf Druck der Bewegung wieder freigelassen.
Am 12. Juni findet ein Solidaritätsfest für die APPO statt. Höhenstr. 31, ab 14:00. Der Reinerlös kommt dem Bau der Bibliothek in Oaxaca zugute.